Mann und Frau beim Training Sport Schwitzen Deo

Männer schwitzen mehr als Frauen - Klischee oder Realität?

Warum schwitzen wir eigentlich? Du liest Männer schwitzen mehr als Frauen - Klischee oder Realität? 7 Minuten Weiter Wie alles begann: Die Story von HOLY PIT!

Obwohl Schweiß, wie du hier nachlesen kannst, wichtige Funktionen für unseren Körper übernimmt, ist er heutzutage ganz schön in Verruf geraten. Und das spiegelt sich auf dem Markt wieder: Mittlerweile investiert die Kosmetikindustrie viel Zeit und Geld, um das Schwitzen zu unterbinden. Beim Blick in die Regale von Drogeriemärkten fällt eines sofort auf: Deos, die für Frauen entwickelt wurden, riechen meist eher dezent. Die für Männer hergestellten Produkte hingegen haben einen recht starken Duft. Doch warum ist das so? Schwitzen Frauen tatsächlich weniger als Männer und kommen deshalb mit einem leichteren Deo aus? Wir gehen der Sache auf den Grund. 

 

Einmal von vorne: Wie entsteht Schweißgeruch?

Bereits ohne zusätzliche Bewegung verliert der Mensch mindestens einen halben Liter Schweiß pro Tag. Die genaue Menge ist natürlich auch bedingt durch Umweltfaktoren wie die Jahreszeit. Die meisten von uns schwitzen im Winter weniger als im Sommer. Wichtig zu wissen: Stinkender Schweiß entsteht erst, wenn Sekret aus den Duftdrüsen (in der Fachsprache apokrine Drüsen) von Bakterien zersetzt wird. Schweiß an sich ist also geruchsneutral. 

 

Welches Geschlecht schwitzt nun stärker?

Das Schwitzen ist eine Art Klimaanlage für den Körper. Diese funktioniert im Prinzip bei Frauen und Männern gleichermaßen. Das Geschlecht allein hat somit keinen Einfluss auf die Menge der Schweißproduktion. 

So individuell wie wir Menschen selbst, ist übrigens auch unser Schweißgeruch. Grundsätzlich kann sich das Geruchserlebnis auf einem breiten Spektrum bewegen. Unter anderem ist Schweißgeruch hormonell bedingt. Der Schweiß von Männern enthält tendenziell mehr Testosteron, das männliche Sexualhormon. Deshalb stinken sie eher herb nach Moschus. Durch das weibliche Sexualhormons Östrogen müffeln Frauen im Gegensatz dazu eher süßlich bis zwiebelig. Auch aufgrund der Abbauprodukte ihrer Hormone sowie der Bakterien in der Hautflora unterscheidet sich der Schweißgeruch von Männern und Frauen. Es lässt sich festhalten: Frauen und Männer schwitzen zwar nicht allein wegen ihres Geschlechts verschieden stark, aber ihr Schweißgeruch unterscheidet sich deutlich. 

 

Körper- und Muskelmasse sind entscheidend

Wie eben erklärt, kann starkes Schwitzen Frau und Mann gleichermaßen betreffen. Jetzt wunderst du dich vielleicht, wieso du dann im Alltag trotzdem häufiger verschwitzte Männer siehst als Frauen. Genau das haben wir uns auch gefragt und weiter nachgeforscht. Tatsächlich gibt es Umstände, die erklären, warum häufiges Schwitzen bei Männern verbreiteter ist - auch wenn es keine klassischen Geschlechtsunterschiede gibt. 

Die einfache Regel: Wer mehr Körpermasse hat, schwitzt mehr. Daher schwitzen große Menschen meist stärker als kleine und Menschen mit einem höheren Körpergewicht mehr als solche mit einem niedrigeren. Nun sind Frauen meist kleiner als Männer - in Österreich beträgt der Größenunterschied im Durchschnitt elf Zentimeter. Daher schwitzt ein durchschnittlich großer Mann tendenziell stärker als eine durchschnittlich große Frau. Das liegt jedoch weniger am Geschlecht, sondern vielmehr an der Körpergröße. Außerdem haben Männer im Durchschnitt mehr Muskelmasse als Frauen. Wenn sie Sport machen, entsteht in ihrem Körper somit mehr Hitze, da mehr Energie aufgewandt wird. Folglich muss verstärkt Schweiß produziert werden, um die Körpertemperatur wieder zu senken. Es ist also kein Zufall, dass bei Frauen im Fitnessstudio oft nur unter den Achseln Schweißflecken zu sehen sind, während ihr männliches Gegenüber bereits schweißgebadet ist. 

 

Weitere Einflussfaktoren auf die Schweißproduktion

Mal abgesehen vom Geschlecht gibt es weitere Faktoren, die Schweißmenge und den Schweißgeruch bestimmen. Kann man das Schwitzen trainieren? Schwitzt man in Polyester mehr als in Baumwolle? Und was ist das beste Deo gegen Schweißgeruch? Wir gehen auf die wichtigsten Einflussfaktoren genauer ein. 


Regelmäßige Bewegung

Kein Schwitzen beim Sport - das wäre ein Traum, denkst du jetzt vermutlich. Wenn du weiterliest, wirst du aber schnell merken, dass Sport ohne Schwitzen nur auf den ersten Blick eine Verbesserung ist. Denn eine gute Temperaturregulation kann trainiert werden. Ja, richtig gelesen - auch das Schwitzen will gelernt sein. Starkes Schwitzen beim Sport klingt vielleicht erst einmal unangenehm, ist aber eigentlich gesund, da die Körperwärme auf diese Weise während der Bewegung schnell wieder reguliert werden kann. Außerdem büßt der Organismus von Sportlichen während des Trainings weniger Mineralien ein, weil die Schweißproduktion nach der gewünschten Abkühlung rasch wieder aufhört. Also schwitzen Sportler mehr und auch effizienter als Trainings-Muffel. Durch regelmäßige Bewegung kann sich der Körper darüber hinaus an Temperaturunterschiede gewöhnen - das bedeutet im Alltag wiederum weniger schwitzen durch Sport


Die richtige Kleidung gegen Schwitzen

Dein Schweiß verfärbt Kleidung und der Schweißgeruch geht beim Waschen nicht weg? Dann ist es höchste Zeit, einmal deine Kleiderwahl zu hinterfragen. Wie bereits erwähnt, befinden sich auf der Haut Bakterien, die den Schweiß zersetzen und damit den Gestank erst verursachen. Diese fühlen sich oft auf synthetischer Kleidung wohl. Allgemein entsteht häufig ein intensiverer Schweißgeruch, wenn wir Polyester und ähnliche Stoffe tragen. Schweißgeruch aus Kleidung entfernen gestaltet sich hier daher besonders schwierig. 

Hingegen verzeihen Stoffe wie Baumwolle Schwitzen eher. Denn meist schwitzt man in Baumwolle weniger, während Kunstfasern wie zum beispielsweise Polyester das Schwitzen noch begünstigen.Wenn du also dir selbst und deinen Mitmenschen etwas Gutes tun möchtest, solltest du lieber auf Naturfasern zurückgreifen. Selbiges gilt übrigens auch für die Bettwäsche. Die Frage “In welcher Bettwäsche schwitzt man am wenigsten?” können wir also wie folgt beantworten: Es gibt zwar nicht die eine Bettwäsche gegen Schwitzen, aber wenn sie aus Naturfasern besteht, ist das schon mal ein guter Anfang. 


Die richtige Deo-Wahl

Deo Stick, Deo Creme, Deo Kristall - Die Palette an Produkten, die den Schweißgeruch entfernen sollen, ist groß. Auch die Wahl deines Deodorants ist entscheidend: Antitranspirantien sorgen - meist mit Hilfe von Aluminium - dafür, dass die Schweißdrüsen vorübergehend verengt werden. Herkömmliche Deos setzen außerdem oft darauf, den Schweißgeruch durch Parfum zu überdecken. Es gibt jedoch auch Deos, die nicht das Schwitzen selbst, sondern nur den Schweißgeruch vermeiden. Das funktioniert, indem sich die Bakterien, die den Schweiß zum Stinken bringen, nicht mehr in den entsprechenden Körperregionen ansiedeln können. Auch Deos ohne Aluminium stehen aktuell hoch im Kurs. Welche Variante am sinnvollsten erscheint, kann jeder für sich entscheiden. 

 

Hormonell bedingtes Schwitzen in Ausnahmezuständen

Abschließend möchten wir noch ausführlicher auf das Thema Schwitzen durch Hormone eingehen. Während geschlechtsspezifische Hormone eher einen Einfluss auf unseren Schweißgeruch haben, gibt es auch hormonelle Umstellungen, die uns stärker schwitzen lassen. Frauen schwitzen in den Wechseljahren typischerweise mehr als zuvor. Oft bringen die Wechseljahre nächtliches Schwitzen mit sich. Hitzewallungen und Schweißausbrüche gehören ebenfalls zu den bekanntesten Anzeichen. Häufig treten auch die Hitzewallungen nachts auf. In einigen Fällen bringen die Wechseljahre Schwitzen bei kleinster Anstrengung mit sich. In der Menopause schwitzen Frauen somit mehr als zuvor und das ist völlig normal. 

Auch in der Schwangerschaft schwitzen Frauen oft verstärkt. Bereits in der Frühschwangerschaft schwitzen einige auffällig viel. Veränderter Schweißgeruch gehört ebenfalls zu den möglichen Symptomen einer Schwangerschaft. 


Achtung: Die Schweißbildung kann sich unter anderem auch durch hormonelle Erkrankungen verändern. Starkes Schwitzen bei Schilddrüsenüberfunktion ist ein Beispiel dafür. Aber auch bei Schilddrüsenunterfunktion schwitzen wir manchmal mehr als gewohnt. Des Weiteren kann vermehrtes Schwitzen Testosteronmangel zur Ursache haben. Falls du also das Gefühl hast, wesentlich mehr als andere zu schwitzen und dich dieser Umstand belastet, raten wir dir, mit dem Arzt deines Vertrauens darüber zu sprechen. 

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